칸트의 영구평화론

“Zum ewigen Frieden” von Kant

초록

Wenn man nach der historischen Bedeutung der kantischen Schrift “Zum ewigen Frieden” für die heutige Weltpolitik fragt, kann man sie in den Paradigmenwechsel von der Normierung der Kriegführung zur institutionellen Friedensregelung sehen. Das Thema des ewigen Friedens ist für Kant ein politisches Ideal, das zuerst durch das Prinzip des Rechts und der Legalität zu praktizieren ist. Als die rechtlichen und institutionellen Voraussetzungen des ewigen Friedens hebt Kant die republikanische Staatsverfassung, den völkerrechtlichen Staatenbund und das welt- bürgerliche Recht hervor. Das kantische Konzept des ‘weltbürgerlichen Rechts’ legt seine Ansicht nahe, dass um des ewigen Friedens willen jeder Mensch zunächst als Einzelner im weltbürgerrechtlichen Verhältnis zueinander bleiben kann und muss. Mit dieser optimistischen Rechts- friedensthematik ist die poststrukturalistische Kritik an der (post-)modernen souveränen Machtpolitik und deren ‘Inklusiv/exklusiv’- Thematik zu vergleichen. Das Grundproblem in der Interpretation der kantischen Schrift besteht vor allem in der unauflöslichen Antinomie zwischen der Vernunftautonomie und der Naturvorsehung als der Garantie der praktischen Verwirklichung des Friedensideals. Im Hinblick auf die zeitgenössischen Interpretationen sind die beiden Richtungen, d.h. die moralische Deutung und die teleologische Deutung, entgegengesetzt. Eine pausible prozeduralistische Lösung ist zu erblicken im Versuch von J. Habermas, den teleologischen Begriff der Naturvorsehung durch das Prinzip der Publizität zu ersetzen. Dieses Prinzip könne prozeduralistisch die öffentliche Willensvereinigung des Volkes zur Kriegsvermeidung hervorbringen. Als einen mehr auf die Realpolitik gerichteten Umdeutungsversuch ist es zur Zeit über die DPT(Democratic Peace Theory) viel diskutiert. Diese Theorie betrachtet den Weltfrieden nicht als eine Vorbedingung für die liberale Demokratisierung der einzelnen Staaten, sondern eher als deren Folge. Sie betont deshalb die Demokratisierung der einzelnen Staaten durch die Intervention als die beste Lösung für den Weltfrieden. An der Einseitigkeit dieser Theorie kritisieren sowohl die (Neu-)Kantianer als auch die Poststrukturalisten. Im Grunde genommen halten die Poststrukturalisten das kantische Konzept des ewigen Friedens und des geschichts- philosophischen Fortschritts selbst für ein machtpolitisches Projekt der Aufklärung, das zum Ausschluss der Anderen und zur Enthumanisierung der Menschen führt. Obwohl die Poststrukturalisten mit dem nüchternen Blick das Wesen der (post-)modernen Politik plausibel klären, verkennen sie aber die kantische Grundansicht über das Verhältnis zwischen Macht, Recht und Friedensideal. Kant betrachtet den Friedenszustand nicht als die allseitige Gewaltlosigkeit, sondern als den Zustand des gültigen Verbots. Das heisst, die kantische Begründung der Friedensidee geht von der menschlichen Natur zum ‘Guten und Bösen’ wie der ‘ungeselligen Geselligkeit’ aus und geht auf das rechtliche Verbot über. Schliesslich läuft sie auf den Fortschritt zum Guten hinaus. Dazwischen wirken die praktische Vernunft, der menschliche Verstand und die Vorsehung der Natur als der jeweilige Hauptakteur. Im von Kant konzipierten übermächtigen Anspruch auf das Rechtsprinzip als das Sollen spiegelt sich insofern ein zwar unrealistisches, aber konsistentes Projekt der normativen Verbesserung des Menschen wider.

키워드

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제목
칸트의 영구평화론
제목 (타언어)
“Zum ewigen Frieden” von Kant
저자
임미원
발행일
2011-00
저널명
법철학연구
14
1
페이지
43 ~ 74