상세 보기
가해자 시각에서 본 반유대주의
초록
Joseph Roths Das Spinnennetz befasst sich mit dem Antisemitismus aus der Sicht des Täters. Der Gedanke des Protagonisten Theodor Rohse, Juden dominierten die Republik, hätten die Revolution gemacht und beherrschten das Kulturleben, entspricht der Behauptung der Eliten der wilhelminischen Zeit, Juden versuchten die Weltherrschaft zu erreichen. Die Juden waren in den Nachkriegsjahren die Sündenböcke: Liberalismus, Kommunismus und Kapitalismus galten als Bestandteile der jüdischen Weltverschwörung. Man machte sie nicht nur für den verlorenen Ersten Weltkrieg, sondern auch für Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit verantwortlich. Antisemitismus diente in republikfeindlichen und kleinbürgerlichen Kreisen als Erklärungsmuster für alles Unglück. Roth versuchte mit seinem Roman den Antisemitismus als ein irrationales, jedoch rational erklärbares soziales und psychologisches Phänomen darzustellen: Theodors Hass auf die Juden hat eigentlich mit den Juden nichts zu tun. Der Antisemitismus gilt nur als Ticket für seine Karriere. Die Ursachen des Antisemitismus sind also nicht bei den Juden, sondern bei den Antisemiten zu suchen. Roth machte auch Juden zu Helfern der Antisemiten. Durch die Grenzverwischung zwischen Juden und Nichtjuden wollte er jede Festschreibung bestimmter Eigenschaften als spezifisch jüdisch vermeiden.
키워드
- 제목
- 가해자 시각에서 본 반유대주의
- 제목 (타언어)
- Antisemitismus aus der Sicht des Täters - am Beispiel von Joseph Roths Das Spinnennetz
- 저자
- 김희근
- 발행일
- 2013-12
- 저널명
- 독일언어문학
- 권
- 62
- 페이지
- 257 ~ 275